Affen-Körperabwehr duldet Schweinezellen gegen Diabetes
Klinische Tests an Menschen erwartet
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| Haus-Schweine als Zellspender für klinische Tests an Menschen |
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Minnesota/München
(pte/22.02.2006/12:22) -
Wissenschaftler der University of Minnesota http://www1.umn.edu haben eine neue Art der Immunsystem-Unterdrückung entwickelt, mit der sie Schweinezellen in Affen vor der Abstoßung retten konnten. Mit der Xenotransplantation von Inselzellen des Hausschweins hat das Forscherteam um Bernhard J. Hering bei den Affen die Stoffwechselerkrankung Diabetes behandelt. Die Mediziner hoffen jetzt in den nächsten drei Jahren mit klinischen Tests an Menschen beginnen zu können. Das berichten die US-Wissenschaftler in der Onlineausgabe des Medizinjournals Nature Medicine http://www.nature.com/nm.
Die amerikanischen Forscher konnten mit einer speziellen Medikamentengabe Abstoßungsreaktionen bei allen fünf Affen verhindern, denen Schweine-Inselzellen transplantiert wurden. Entscheidend für eine erfolgreiche Therapie ist die Unterdrückung des Abwehrsystems, das normalerweise körperfremde Stoffe angreift. Die Wissenschaftler haben entscheidende Mechanismen der Erkennung und Abstoßung identifiziert. "Die Nebenwirkungen der Immunsuppression wie Leber- und Nierenschäden sind ein hoher Preis", betont Hellmut Mehnert, Diabetologe und Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie http://www.endokrinologie.net, im pressetext-Interview.
Bei Menschen mit Diabetes mellitus vom Typ 1 sind die Insulin produzierenden Inselzellen in der Bauchspeicheldrüse zerstört. Deshalb sind sie auf Insulin-Spritzen angewiesen, die dann den Blutzuckerspiegel regulieren. In Einzelfällen wurde bereits gezeigt, dass ein Mangel an dem lebenswichtigen Stoffwechselhormon mit der Verpflanzung von Inselzellen eines Spenders behoben werden kann. Das bietet den Vorteil, dass Inselzellen exakter auf Zucker reagieren und der Patient so natürlicher auf Insulin eingestellt werden kann. "Doch die Inselzell-Transplantation befindet sich immer noch im Entwicklungsstadium", erklärt Mehnert abschließend.
(Ende)
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