Wettbewerb am Kinomarkt verschärft sich
Österreichische Produktionen behaupten sich in schwierigem Umfeld
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| "Die Fälscher" erhielt 2008 den Oscar für den besten fremdsprachigen Film (Foto: diefaelscher.at) |
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Wien
(pte/21.01.2009/13:35) -
Die Anzahl der in österreichischen Kinos gezeigten Filme ist zwischen den Jahren 2005 und 2007 kontinuierlich angestiegen. Im Durchschnitt lockten die gezeigten Streifen in diesem Zeitraum 58.620 Besucher in die heimischen Kinosäle. Zu diesem Ergebnis kommt die heute, Mittwoch, präsentierte Studie "Potenziale für den österreichischen Film", die im Auftrag des Österreichischen Filminstitutes http://www.filminstitut.at und des Fachverbands Audiovisions- und Filmindustrie http://www.fafo.at durchgeführt worden ist. "Wenn von Jahr zu Jahr mehr Filme in die Kinos kommen, bedeutet das auch, das der Wettbewerb am Markt härter wird. Mit unserer Untersuchung wollen wir den Versuch unternehmen, Gesetzmäßigkeiten und Tendenzen zu finden, die den Markt bestimmen, um so mögliche Erfolgsfaktoren aufzuzeigen", fasst Roland Teichmann, Direktor des Österreichischen Filminstituts, zusammen.
"Der Oscar-Erfolg von 'Die Fälscher' von Stefan Ruzowitzky hat der Öffentlichkeit klar gemacht, welches Potenzial in österreichischen Filmproduktionen steckt. Heute ist der heimische Film am internationalen Radar wieder stärker präsent", stellt Teichmann fest. Sein steigender Stellenwert habe sich insbesondere im Dezember vergangenen Jahres gezeigt, als österreichische Produktionen einen Marktanteil von rund 20 Prozent erreichen konnten. "Sich in einem schwierigen Wirtschaftsumfeld derart gut zu behaupten, ist ein besonders großer Erfolg. Dies muss nun Motor und Motivation für die weitere Entwicklung sein", betont Teichmann. Mit der aktuell vorgestellten Studie wolle man in erster Linie die Vielfalt des österreichischen Films betrachten und Potenziale ausmachen, wo dieser sich noch verbessern kann. "Der Kinomarkt ist aufgrund seiner hohen Komplexität zwar ein unberechenbares, aber nicht gänzlich unbekanntes Wesen. Im Endeffekt entscheidet aber allein der Besucher, ob ein Film zu einem Erfolg wird oder nicht", merkt Teichmann an.
Den Untersuchungsergebnissen zufolge sind US-Produktionen im internationalen Vergleich immer noch am erfolgreichsten. Rund 51 Prozent davon erreichten zwischen 2005 und 2007 die für die Referenzförderung relevante Grenze von 40.000 Besuchern. "Auch der deutsche Film schafft dies in 30 Prozent der Fälle und demonstriert damit eindrucksvoll seinen inzwischen erreichten Stellenwert. Österreichische Filme überschreiten die 40.000-Besucher-Grenze nur in elf Prozent der Fälle", ergänzt Felix Josef, Studienautor und Geschäftsführer des Wirtschafts-Forschungsinstituts Triconsult http://www.triconsult.at. Den höchsten durchschnittlichen Besucherwert erzielten dabei Filme, die im Sommer in den Kinos starten. "Die Sondersituation des Sommers wird erneut bestätigt. Mit 73.000 Besuchern erreichten diese Filme den höchsten durchschnittlichen Besucherwert", erklärt Josef.
Neben dem Starttermin seien aber auch noch andere Erfolgsfaktoren maßgeblich. "Während der durchschnittliche Film ohne Schauspiel-Star auf nur 34.000 Besuche kommt, erzielen Produktionen mit zwei oder mehr Stars knapp 120.000 Besuche. Ein Starregisseur verhilft einem Film im Schnitt zu rund 100.000 Besuchern", erläutert Josef. Auch die Kopienanzahl, mit der ein Streifen in den Kinos startet, sei in diesem Zusammenhang ausschlaggebend. "Der Einfluss der Kopienanzahl auf den Gesamterfolg eines Films liegt bei über 80 Prozent. "US-Produktionen sind in dieser Kategorie mit 42 Kopien unangefochtener Spitzenreiter und deutsche Filme starten im Durchschnitt mit 27 Kopien. Österreichische Filme bilden hingegen mit lediglich neuen Kopien beim Kinostart im internationalen Vergleich das Schlusslicht", so Josef abschließend.
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