pte20050609051 Unternehmen/Wirtschaft, Politik/Recht

US-Firmen stellen Mitarbeiter zur E-Mail-Überwachung ein

Kollegen sollen Kollegen ausspionieren


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Cupertino (pte051/09.06.2005/15:54) 63 Prozent aller US-amerikanischen Unternehmen mit 1.000 oder mehr Mitarbeitern lassen die ausgehenden E-Mails ihres Personals überprüfen - oder planen, dies künftig zu tun. Dies besagt eine Studie des auf E-Mail-Sicherheit spezialisierten Unternehmens Proofpoint http://www.proofpoint.com . Über ein Drittel der Firmen beschäftigen demnach eigens Mitarbeiter, welche ausschließlich für die Überwachung der Korrespondenz der Kollegen zuständig sind. Ein Viertel der Unternehmen hat konkrete Pläne, künftig neue Mitarbeiter zu diesem Zweck einzustellen.

In den größten US-amerikanischen Unternehmen mit über 20.000 Angestellten ist diese Praxis weit populärer. 40 Prozent dieser Firmen beschäftigen bereits Personal zur Überwachung der elektronischen Korrespondenz. Weitere 32 Prozent haben vor, ihr Personal mit überwachenden Mitarbeitern aufzustocken. Bereits im vergangenen Monat hat eine Studie der American Management Association http://www.amanet.org und dem ePolicy Institute http://www.epolicyinstitute.org aufgedeckt, dass 51 Prozent der US-amerikanischen Unternehmen ihre Mitarbeiter per Videokamera überwachen lassen (pte berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=050520004 ).

Diese Ergebnisse der Proofpoint-Studie machen die steigende Bedeutung ausgehender E-Mails als Risikoquelle für Unternehmen deutlich. Besonders groß ist dabei die Angst, dass Firmengeheimnisse oder vertrauliche Daten über die Unternehmensfinanzen an die Öffentlichkeit gelangen könnten. Ebenso befürchten die Unternehmen, dass interne Memos von Mitarbeitern nach außen weitergeleitet werden könnten.

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